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Was ist Gn15?

Gn15 ist die internationale Bezeichnung für eine Schmalspurbahn im Maßstab 1:22,5 (G) der Originalspurweite 15“ (15“=381mm). Die Spurweite 15“ kommt ursprünglich aus England und war bei Feld-, Industrie- und Grubenbahnen weit verbreitet. Setzt man die Spurweite 15“ ins Modell um, beträgt die Spurweite 16,9mm, also hervorragend geeignet, um Material aus dem H0 Bereich mit 16,5mm Gleisen einzusetzen.

Mit anderen Worten kann so auf engsten Raum eine Anlage entstehen, die dennoch im "Gartenbahnmaßstab" gehalten ist

Für mich bedeutend dies, dass ich auch im Wohnzimmer einige meiner Gartenbahnmodelle trotz beengten Platzverhätlinissen einsetzen kann. Mein Kran bekommt so "Auslauf" ... na ja, mehr als einen Meter Gleis wird es nicht sein, dafür kann ich ja etwas mehr in Gn15 realisieren.

Mir schwebt in etwa so etwas vor:

Oben ist das 45mm Gleis zu sehen, auf dem der Kran durch meine 2190 hin und her bewegt wird.

Darunter ist eine Industriebahn in Gn15 gehalten zu sehen. Über dem 45mm Gleis ist übrigens eine Straße, die von einem ferngesteuerten LKW befahren werden kann.

Rechst im Bild soll eine "Fidle" entstehen - also eine per Hand zu bedienende Schiebebühne, die im Fabriksgeäude unsichtbar untergebracht ist und mehr Gleis simulieren soll ...

Aber bevor es ans "Eingemachte" geht, braucht es zuerst viele Versuche und dann natürlich noch die passenden Gn15 Modelle, die ich allerdings schon bei Bretzler bestellt habe.

Mein ersten Gehversuche in Gn15

Als Gleismaterial habe ich PECO 0e Gleis vorgesehen, von dem ich jede 2. Schwelle entferne. Auch die Weichen werden von PECO kommen. Allerdings werde ich nicht die PECO "Weicheantriebe" (die im Grunde nur aus einer Doppelspule bestehen) verwenden. Ich will versuchen mit einem ZIMO MX82 vier Servos anzusteuern, die ich als Weichenatrieb umbauen will.

Da die Anlage ja sowieso ein Modul wird, werde ich unter dem Gleis auch genug Platz haben, daher kann der Antrieb also einfach unter der Weiche verschwinden.

Den gezigten Servo bekommt man bei Conrad schon um 5 Euro, dazu einen Microschalter um 50 Cent, zur Herstückpolarisation, ein Stück Federstahldraht und fertig ist der Antrieb (billiger gehts wohl kaum mehr ...)

Der ZIMO MX82 wird auf einer Lochrasterplatine befestigt und mit einem 7805 Spannungsregler erweitert, damit die Servos auch die benötigte Spannung bekommen. Um vier der Servos anstecken zu könne, werden noch Stiftleisten montiert.

Im Grunde kann ich nun 4 Servos und einen Doppelspulenantrieb, oder ein bistabieles Realis, oder zwei Lampen etc. ansteuern:

Hier ein VIDEO (~700kb), das den Antrieb und dann die damit zu stellende Weiche in Aktion zeigt.

Mein "Testlayout" habe ich auf einer 5cm dicken "Steinodur-Platte" (zwischen Styropor und Styrodur - nicht ganz so fest, aber auch nicht ganz so bröselig) aufgebaut. Die Antriebe und der Decoder wurden von der Unterseite darin versenkt.

Zuerst habe ich die nötigen Öffnungen mit einem Lötkolben eingeschmolzen:

Dann wurde der Servo eingepresst - so sieht das von Unten aus:

Und so von Oben (ok, das Loch ist mir etwas zu groß geraten):

 

Die Gleise wurden provisorisch mit Nägeln fixiert - das "Testlayout" von Unten fertig verkabeld:

 

Und von Oben:

Viel habe ich leider noch nicht zum Testen ... um wenigstens irgendetwas über die Gleis zu schieben, habe ich aus einen alten Kleinbahnwaggon, Kafferührstäbchen und 1mm Messingnägel, eine Lore gebastelt:

 

29.4.2008
Damit sich mein Waggon nicht so einsam fühlt, habe ich auch eine "Testlok" aus Karton gebastelt.

Als Antrieb dient eine ausgeschlachtete 2060 von Kleinbahn, bei dem ich die Stromabnahme für den Digitalumbau modifiziert habe:

Das Kartonmodell ist als PDF (~5kb) zum Downloaden ...

1.5.2008:
Die Teile von Bretzler sind inzwischen angekommen.
Ich habe gleich begonnen den Motor "DCC-Ready" zu machen. Dazu muss man ihn zerlegen und die Kontaktfahnen der Radschleifer nach außen biegen, um den Schienenstrom getrennt einem Decoder zur Verfügung zu stellen. Die Motoranschlüsse sind sowieso nach außen geführt.

Danach habe ich das Gehäuse entsprechend vorbereitet (Löcher gebohrt und gefräst), damit ich alle Kabel unterbringe - natürlich wird die Lok auch besoundet (ist also auch für einen LS vorbereitet worden..)

Decoder und Lautsprecher sind verstaut.

4.5.2008: Die Feldbahnlok "Jupp" ist betriebsbereit - digitalisiert und besoundet!

8. 5. 2008

Mein Vorhaben der automatischen Entkupplung mittels "Kuppelmagnete" zwischen den Gleisen ist leider gescheitert. Da die H0-Kadeekupplung bei den Modellen viel zu hoch angebracht ist und somit den maximalen Abstand über Gleisniveau weit überschreiten, funktioniert dies Sache nicht.

Hinzu kommt, dass die Waggons einmal extrem leicht sind, dann auch noch fast keinen Rollwiderstand haben und magnetische Radsätze besitzen. Was dazu führt, dass ein Waggon "magisch" angezogen wird und dann "federnd" über dem Gleismagnet stehen bleibt.

So ist das also eher unbrauchbar ...

Man hat mir die Idee zugetragen, das Entkuppeln doch via Schraubenzieher durchzuführen: "dazu greift man von oben in die Klauen und dreht den Schraubenzieher" ...

Ok, das habe ich versucht - egal mit welchem Schraubenzieher - ich war nicht erfolgreich ...

Ich habe dann auch den Grund für mein Scheitern gefunden:

Die Klauen haben innen einen Widerhaken, der ein unbeabsichtigtes Öffnen (auseinander Rutschen der Klauen) verhindern soll. Dieser Widerhaken hat aber den Nachteil, dass beim Öffnen der Klauen diese dadurch aneinander hängen bleiben. Weil nun die Waggons so leicht sind und auch keinen Rollwiderstand haben, ist es mir unmöglich eine Klaue so zu öffnen, dass der "gegnerische" Waggon nicht dabei "angezogen" wird.

Zur Abhilfe habe ich nun an der Lok und an jeweils einer Kupplung bei den Waggons jeweils die Klaue mittels Feilen von eben erwähnten Widerhaken befreit (gut Nerven, viel Geduld und eine möglichst dünne flache Schlüsselfeile mitbringen!)

Die Kupplung hält trotzdem sicher, kann aber nun einfach von der Seite durch Ziehen am nach unten ragenden Stahlstift geöffnet werden (Schraubenzieher, Zahnstocher, Stecknadel ... womit  auch immer).

So weit so gut, wäre also das eine Problem beseitigt. Schon tut sich das Nächste auf:

Der Antrieb der "Bretzler-Lok" hüpft mehr, als er fährt ...
Ich hatte schon eine Unwucht der Räder in Verdacht. Nachdem ich diese dem Antrieb entnommen und alleine über die Gleise laufen lassen habe, stellte ich fest, dass es daran wohl nicht lag.
Also habe ich den Antrieb wieder zusammengebaut und die Lok halt im Zuge der Optimierung der Fahreigenschaften hin und her fahren lassen. Siehe da, das Verhalten besserte sich!

Nach einem "Burn-In" des Antriebs von jeweils 30 Minuten pro Richtung lief dieser merklich leiser und weicher.

Ich habe außerdem noch an einer Befestigungsmöglichkeit für meine oben erwähnten "Weichenatriebe" (aus Servos bestehend) getüftelt. Diese sollten problemlos unter jede Holzplatte o.ä. passen. Entsprechende Servobefestigungen gibt es entweder nicht, oder sie sind einfach unverschämt teuer!

Meine Befestigungsmöglichkeit kostet 1,20 € ... und besteht aus einem Kunststoffgehäuse mit Laschen:

12.5.08

Habe meine Kartonlok überarbeitet. Das neue PDF dazu ist HIER downloadbar.

Die Bauanleitung als PDF kann HIER geladen werden.

Als weiteres Feature habe ich eine ferngesteuerte Entkupplungsmöglichkeit realisiert. Das Prinzip mit dem Seilzug habe ich ja schon bei allen meinen Gartenbahnloks erfolgreich eingesetzt. In Gn15 (im Grunde ja H0) war es eine kleine Herausforderung, dies in der Kleinheit umzusetzen:

(1) Den Metallstift gerade biegen -> (2)

(3) dann diesen Stift seitlich und etwas nach vorn in U-Form nach oben biegen

(4) aus einem dünnen Messingröhrchen ein Stück absägen, oben zusammenquetschen, dort ein Loch durchbohren und das Messingröhrchen auf den Metallstift aufstecken und festkleben -> (5)

Zuletzt einen dünnen Faden durch das Loch fädeln und verknoten. Das andere Ende an einer Schnurrolle verknoten, die von einem Micromotor (aus einem Servo) angetrieben wird (siehe Bilder).

Hier noch ein Video auf YouTube , dass die Funktionen der beiden Loks zeigt.

18. 5. 2008

Dieses Wochenende habe ich u.a. damit verbracht die Kartonlok als Laserdatei "reinzuzeichnen". Darüber hinaus habe ich auch noch eine Draisine gezeichnet - beides stelle ich hiermit allen Interessierten zur Verfügung -> gezipte Laserfile (~130kb).

Wer Interesse hat, kann diese Dateien an Harald Brosch (www.lasergang.de) zur Verarbeitung senden. Also Motor ist einmal der des "A"-Wagens des Souveniermodells der Wiener Linien und das andere Mal die Motor/Getriebeinheit der Kleinbahn Lok 2060 gedacht.
Wenn man die 3mm Grundplatte entsprechend ändert (Motorausschnitt) kann natürlich jeder andere Motor verwendet werden ...
Zurüstteile, wie Kupplung u.ä. Ausstattungsteile, gibt es z.b. bei Bretzler.

Weil der Motor, der bei den Gn15 Bausätzen angeboten wird einen dich sehr kurzen Achsstand hat und damit die Stromaufnahme nicht gerade überwältigend ist, habe ich zusätzliche "selbstgeschnitze" Schienenschleifer aus dünnem Federbronze montiert. Damit und mit entsprechenden Pufferelkos wird das Fahrverhalten deutlich verbessert!


Rechts ist auch noch der Motor für die ferngesteuerte Enkupplungsfunktion zu sehen!

1. 6. 2008

Meine auf Basis des oben beschriebenen Kartonmodells gelaserte Gn15 Diesellos aus Kunststoff ist fertig!

Die Zurüstteile im Führerstand sind von Bretzler, das Horn am Dach ein Ersatzteil von LGB - das Dach selbst aus Weißblech.

Die Baubeschreibung folgt im G-Spur Magazin 13.

3.6.2008

Habe nun für meinen Gn15 Fuhrpark die passenden Soundprojekte für ZIMO MX640 erstellt.

LOK1 (~700kb)
mp3 zum Vorhören (~460kb)

LOK2 (~450kb)
mp3 zum Vorhören (~250kb)

LOK3 (~600kb)
mp3 zum Vorhören (~400kb)

Bei Interesse, downloaden, entpacken und mit dem aktuellen (V1.4.11) ZSP in einen MX640 flashen - ACHTUNG dieser muss SW-Version 2.2 haben!

8.6.2008

Habe mit dem Bau der Draisine begonnen

Die Türen sind natürlich zu öffnen...

"Stellprobe" Lautsprecher, Decoder, Motor, Pufferelkos - hat alles Platz und ist teilweise verdeckt durch die Sitze.

Fertig - na fast ... einige Kleinigkeiten kommen noch, z.B. die Kupplung

-> Kartonmodell als PDF
-> Laserfiles (CDR)

13.7.2008

Meine Flotte wächst:

Wie zu erkennen ist, sind einige Waggons dazugekommen:

Z.B. diese Lore, die ich mit echtem Rost "veredelt" habe ...

Altern ist nämlich gar nicht soo schwer ... was verwendet man am Besten um Rost und Dreck möglichst naturgetreu nachzubilden? Ja, richtig - Rost und Dreck!

Hier noch eine gut ausgerüstete Wertstattlore:

Ich meine natürlich den zweiten Wagen - da ist alles drauf, was man am Bau so braucht ...

20.7.2008

Habe nun mit der Anlage begonnen. Die Segmentkästen sind aus Spanplatten. 19mm schwarz beschichtet die Seitenteile und 8mm natur die Grundplatte.
Alles verschraubt, so dass ich die Teile nötigenfalls zerstörungsfrei zerlegen kann.

Mein Anlagenplan hat sich nun etwas geändert:

Oben das Schmalspurgleis, auf dem mein Kran Dienst tun soll.

Darunter die Werksbahn. Es soll ein Sägewerk werden (so ich nicht noch eine andere Idee habe ...)

Links wird ein Lokschuppen/Werkstatt o.ä. hin kommen. Rechts ist das Sägewerk selbst geplant-

Die Straße für den LKW wird - wenn überhaupt - mittig geführt werden. An Pflanzen würde ich gerne einen echten Bonsai hin stellen - na ja, werden wir noch sehen ...

Vielleicht wird der Schuppen auch Zweigleisig mit einer Drehscheibe - in der Knatterbox gibt es da ein paar tolle Anregungen.

7.8.2008

Meine Gn15-Anlage hat heute ihre "Feuerprobe" bestanden,

Ich habe geplante Grünflächen, Straße, Gebäude etc. farblich abgesetzt.
Die LKWs dienen dazu den Platzbedarf zu ermitteln - schließlich soll später ja der Abtransport von Bretter mittels LKW erfolgen. Geplant war ursprünglich den Ford-Pickup fernzusteuern.

Leider ist der Wagen durch die Metallkarosserie so schwer, dass der E-Motor zu schwach ist - einen größeren bekomme ich aber nicht unter (es will ja noch der Empfänger, Lenkservo und Akkus Platz finden - und die Ladefläche muss frei bleiben!) ... Na ja, dann werde ich es eben mit dem EMEK-LKW versuchen - da gibt es von Kleine-Laster.de einen entsprechenden Umrüstsatz...

Allerdings werde ich den Kipperaufsatz gegen eine selbst gebaute Pritsche tauschen, damit die Ladefläche für den Kran besser zugängig ist.

Auch der eingesetzte Flachwagen ist zu hoch - hier werde ich mir auch etwas Anderes suchen, oder selber bauen müssen.

Arbeitsteilung ist immer gut ...

Der Sägewerksbesitzer schaut argwöhnisch bei der Verladung der Baumstämme zu ...

... die von der Werksbahn weiter zur Säge transportiert werden (wenn sie dann einmal vorhanden ist).

14.8.2008

Meine Drehscheibe hat einen Bretterboden bekommen:

Außerdem hat hat eine neue Lok das Licht der Welt erblickt - die Teile der JW20 wurden testweise zusammengesetzt. Jetzt muss die Lok noch lackiert werden.

-> Kartonmodell als PDF

15.8.2008

Die JW20 ist nun fertig:

Die Seitenteile sind abnehmbar - so hat man Zugang zum "Motorraum" um div. Elektronik, Decoder etc. unterzubringen.

Zum Größenvergleich mit bestehenden Gn15 Loks:

17.8.2008

Meine JW20 hat nun einige Rostflecken und Lackausbesserungen bekommen. Auch der "blasse Hain" (nicht der aus Travemünde ...) hat Farbe angenommen. Außerdem habe ich die Oberfläche mattiert - nach einigen Jahren Einsatz glänzt der Lack halt nicht mehr ...

21.8.2008

Habe aus Resten einen Lokschuppen gebaut - mehr darüber im nächsten G-Spur.at

Zum Thema Gn15 gibt es GRATIS zum Downloaden eine Ausgabe des G-Spur-Magazines "Gn15-Spezial" mit vielen Umbauberichten

Zum Schluß noch ein Video eines "alltäglichen Betriebsablaufes" auf YouTube:

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So klein die Modellbahn ist, und so wenig sie aussieht - man sollte dies nicht unterschätzen!

Nach dem Frühstück werden also die beiden Segmente augestellt. Die Loks und Wagen aufgegleist.
Nach ca 30 Minuten bin ich betriebsbereit.
"Spielvorgabe" ist alle Loks links hinter die Drehscheibe, bzw. in den Lokschuppen und alle Waggons (Holzloren, Schrottlore, Flachwagen, Werkzeugwagen ..) nach rechts auf ein Gleis (in den gedachten geschützten Bereich des Sägewerkes.

Bis nun die Loks alle Waggons aufgeteilt haben und sich "ihre" Holzloren angekuppelt haben vergeht locker 1 Stunde ...

Die Aufgabe ist weiter Baumstämme von der "großen" Schmalspur mittels Kran einzeln auf die Loren, dann diese zum Sägewerk transportieren, dort zu Bretter sägen und die Bretter wieder nach oben führen, wo sie dann wieder via Kran auf den LKW verladen werden....

Noch nicht einmal mit der halben Aufgabe fertig, heißt es Essen kommen! Hm, aber ich spiel' doch grad so schön ...

Die Modelle der Diesellok und der JW20 sind übrigens bei BRETZLER als Bausatz erhätlich!


Erstellt am 06.04.2010