Immer wieder lese ich von Problemen nach einem Decodereinbau, dass
irgendwelche Funktionen nicht wie erwartet funktionieren.
Einmal funktioniert das Licht nicht, dann werden irgend welche speziellen
Effekte nicht korrekt wiedergegeben usw.
Meist ist man sich nicht im Klaren, ob nun ein Defekt des Decoders, oder eine
Verkonfiguration, oder nur ein Verdrahtungsfehler im Modell die Ursache ist.
Dann wird da und dort herumprobiert, CVs wild verändert und Schlimmeres.
Mit einem Decodertester kann das alles nicht passieren!
Im Vorfeld wird der Decoder hier bereits wie gewünscht konfiguriert. Man
weiß, dass die Verdrahtung im Decodertester korrekt ist. Daher ist ein
Verdrahtungsfehler hier auch ausgeschlossen.
Bevor man nun zu Konfigurieren anfängt, oder ein Soundprojekt in den Decoder
lädt, wird dieser erst einmal mit den Werkseinstellungen getestet. Somit ist ein
eventueller Decoderdefekt auch auszuschließen.
Erst dann widmet man sich eben dem Update, Besounden und der Konfiguration.
JEDER Schritt wird am Besten einzeln auf Funktionalität getestet. Also nicht
alle CVs auf einmal verstellen - besonders bei den Effekten, sondern eben nach
und nach und zwischendurch immer wieder testen.
Wenn dann ein so konfigurierter Decoder in ein Fahrzeug eingebaut wird, kann
es bei einem Fehlverhalten nur noch ein Verkabelungsfehler im Modell selbst
sein...
Zur Fehlerbehebung bitte IMMER den Decoder von der Versorgungsspannung
beidseitig trennen!
Beim Löten entstehen sonst Masseströme, die den Decoder u.U. zerstören könnten.
So könnte nun also ein Decodertester aussehen. Ich habe meinen so gebaut,
dass ich einerseits einfach ZIMO MX69x einstecken, andererseits alle bekabelten
Decoder an die Klemmen anschließen kann. Sinnvoll sind natürlich noch Stecker
für die am häufigst verwendeten Decodetypen. Wer also mehrheitlich mit H0 und N
Decoder arbeitet, wird z.b. die Steckvorrichtung für Großbahndecoder nicht
benötigen.
Wie man sich also seinen Decodertester baut, liegt im entsprechenden
Verwendungszweck ...
Vorteilhaft ist in jedem Fall, ein Motor, den man zwecks Lastsimulation an der
Achse bremsen kann.
Mein Decodertester hat in jedenfalls alle Funktionsaus- und Eingänge beschalten,
einen 3pol Motor (irgend ein ziemlich schlechtes und billiges Exemplar - wenn
der Decoder damit zurecht kommt, schafft er auch andere Motore.
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Taster für Schalteingänge
Steckplatz für MX69x
Licht mit
Lampen an FA0
Umschalter "Programmieren" (bei MXDECUP) und "Fahren"
FA1
- FA12 an LEDs
FA10 (Takt für Lüfter und FA12 (+ PWM)
Plus/Masse/Niederspannung
Klemmen für
"Kabeldecoder" - Schiene/Motor/Plus/FA0-FA12/LS
Lautsprecher
Motorachse
Jumper für
Lautsprecher - hier kann auch ein anderer LS angeschlossen werden
.
Das beim MX69x Steckplatz zu sehende Loch, ist für die Kondensatoren am
Decoder. Zum Verpolungsschutz, habe ich auch die drei Anschlüsse für den
Pufferkondensator verbaut.
Den Motor habe ich übrigens abschaltbar gemacht - manche Soundprojekte (z.b.
für einen Waggon) haben keinen Motor ...
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